Jeudi, 11 Août 2011 00:00

L'acier dans la construction de bureaux

Innovant et transparent

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Donner le bon exemple: telle était manifestement la devise de l'entreprise de construction métallique Senn, d'Oftringen, en Argovie. Les postes de travail répartis dans différents bureaux dans l'ensemble de l'enceinte de l'entreprise ont été réunis au sein d'un nouvel immeuble de bureaux central édifié en construction métallique. Le bâtiment brille par une construction rationnelle et un système de plafonds innovant.

Auf seinen glatten, schnörkellosen Glasfassaden spiegeln sich der Himmel und die Jurakette. Die Klarheit und Einfachheit seiner Formensprache besticht und erinnert an den Spruch des Meisters der modernen Architektur Mies van der Rohe „weniger ist mehr“ (less is more). Die Rede ist vom Ende 2010 bezogenen Büroneubau der Metall- und Stahlbaufirma Senn aus dem aargauischen Oftringen. Das Besondere daran, abgesehen von den Glasfassaden: Es handelt sich um einen Stahlskelettbau – ein Stahlgebäude für Stahlbauer also.

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Der Neubau vereinigt, was vorher über das gesamt Werkareal verstreut war: Sämtliche Räume für Empfang, Ausstellung, Besucher und Besprechungen, die Büros für Stahlbautechnik, Montageleitung, Administration, Personal- und Geschäftsleitung sowie  als „Krönung“ eine Cafeteria mit Terrasse. Dies alles findet unter einem Dach Platz und ist mit kurzen Wegen miteinander vernetzt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Senn rücken dank dem neuen Bürobau nicht nur näher zusammen, sie arbeiten auch in einem Bauwerk, dessen Bestandteile zu einem grossen Teil im eigenen Werk gefertigt wurden, beispielsweise die Tragkonstruktion in Stahl mit den Verbunddecken, die Fassade, die inneren Verglasungen, der Treppenbau, die Türen und der Innenausbau in Chromstahl: Arbeiten im selbstgebauten Bürogebäude also.

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Energieeffizienz bei Heizung und Kühlung gehört heute ganz besonders bei Bürobauten zum Standard: Das Bürogebäude der Senn AG ist hier auf der Höhe der Zeit: Wärme wird mittels Grundwasser-Wärmepumpen erzeugt. Die angrenzenden, bestehenden Bauten sind ebenfalls an die neue Wärmeerzeugung angeschlossen. Die Verteilung der Wärme erfolgt über Unterflurkonvektoren. Auch zur Kühlung der Räume wird Grundwasser verwendet. Zum Einsatz kommt zudem eine Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung.

Innovative Deckenkonstruktion

Dass ein Stahlbau nicht nur äusserlich ansprechend sein kann, sondern auch noch rationell und wirtschaftlich zu erstellen ist, lässt sich unter anderem an der innovativen Deckenkonstruktion ablesen: Das Tragsystem des Stahlskeletts ist im Raster von fünf mal fünf Metern aufgebaut. Darauf wird die Beton-Verbunddecke vom Typ „Holorib“ gelegt. Sie dient zugleich der Verbindung zwischen dem zentralen Stahlbetonkern und dem Stahlskelett. Die Stützen bestehen durchgängig aus Breitflanschprofilen HEB 300, die Träger sind als Wabenträger WHEB 300 und WIPE 300 ausgebildet. Alle statischen Teile des Gebäudes sind so ausgelegt und vorbereitet, dass das Gebäude zu einem späteren Zeitpunkt um zwei weitere Geschosse aufgestockt werden kann.

An den Verbunddecken sind einerseits die Leitungen für die Zu- und Abluft sowie für die Sprinkleranlage befestigt und anderseits die quadratischen Deckenspiegel. Diese erfüllen mehrere Funktionen: Sie kaschieren teilweise die Haustechnikinstallationen und dienen

  • als Reflektoren für die indirekte Beleuchtung,
  • als Schallabsorber,
  • als Kühlelemente in der warmen Jahreszeit sowie
  • als Quellluftauslässe

Zum Kühlen zirkuliert Grundwasser durch die in den Deckenspiegeln eingelegten Rohre, wobei diese die Kühlungsenergie auf den Raum abstrahlen. Diese Strahlungskühlung wird als angenehm empfunden und vermeidet Durchzug. Am Arbeitsplatz entsteht so ein ähnliches Gefühl, wie wenn man durch den Wald geht.

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Transparent nach innen und aussen

Passend zum einfachen Gesamtbauwerk ist die Gebäudehülle als klassische, fest verglaste Pfosten-Riegel-Konstruktion ausgestaltet. Im Erdgeschoss sind darin Türen, in den Obergeschossen Lüftungsflügel integriert. Einen intensiven Bezug von Innen- und Aussenwelt erzeugt die Glasfläche. Glas bietet den besten Witterungsschutz, ist tagsüber von innen nach aussen transparent und nachts von aussen nach innen. Verwendet wurde eine Dreifachverglasung des Typs Silverstar ENplus Sunstop mit einem Ug-Wert von 0.6 W/m2K, einem g-Wert von 13% und einer Lichttransmission von 25%.

Die Glashaut und die innenliegenden Lamellenstoren als Blendschutz bilden eine „Klimazone“ die nicht möbliert wird. Hier wird die durch die Sonne erwärmte, aufsteigende Luft abgezogen und bietet Wärmeschutz im Sommer. Das Flachdach wurde extensiv begrünt.

Nüchterne Gestaltung und sichtbare Gebäudetechnik

Transparenz wird auch bei der Gestaltung der Innenräume gross geschrieben: Sämtliche gebäudetechnische Installationen sind sichtbar und jederzeit zugänglich. Die vertikale Erschliessung aller Gewerke erfolgt über den zentralen Installationsschacht, die geschossweise Verteilung zwischen Verbunddecken und Deckenspiegel sowie im Doppelboden.

Oberflächen und Baustoffe am Gebäude wurden bewusst zurückhaltend und materialgerecht eingesetzt. Tragkonstruktion und Rohbau sind sichtbar. Stahl- und Metallteile sind unverkleidet und durch Eisenglimmer-Farben geschützt. Die Betonwände sind farblos lasiert. Im Erdgeschoss wurde ein Fugenloser PU-Bodenbelag eingezogen, auf dem Doppelboden und in den Obergeschossen ein textiler Belag.

Brandsicher ohne Verkleidung und Anstrich

Das als Lichthof ausgebildete, zentrale Treppenhaus und der seitlich davon angeordnete Lift bilden die Erschliessung des Gebäudes. Diese Kernzone dient ebenfalls als Fluchtweg. Die Brandabschnittsbildung ist geschossweise ausgelegt. Dank des Gebäude-Vollschutzes mit Sprinkler- und Brandmeldeanlageanlage konnte auf die Verkleidung der Stahlkonstruktion und auf Brandschutzanstriche verzichtet werden.

Der Büroneubau der Senn AG verkörpert, zusammenfassend gesagt, in mehrfacher Hinsicht die Vorzüge des Stahlbaus: Klare, schnörkellose Architektur, rationell zu erstellende und damit wirtschaftliche Konstruktion und Energieeffizienz, die gemeinsam ein innovatives Gebäudekonzept ermöglichen. (md/sps)

Info

Heinz Senn gründete 1957 die gleichnamige Metall- und Stahlbaufirma, die heute zu den grössten der Schweiz gehört. Mit der Entwicklung der Unternehmung ist auch das Betriebsareal Etappe um Etappe gewachsen. 2007 entschied die Geschäftsleitung der Senn AG, ein zentrales Bürogebäude neu zu erstellen. Dieses sollte die über das Areal verteilten Büroarbeitsplätze an einem Ort zusammenführen und als Anlaufstelle für Kunden und Besucher dienen. Der Neubau wurde in den Jahren 2009 und 2010 erstellt.

  • Architekt: Gerold Dietrich Architekten, Lotzwil
  • Ingenieur: Frey + Gnehm AG, Olten
  • Stahlbau: Senn AG, Oftringen

Masse
  • Die Tiefe des Büroarbeitsplatzes beträgt 2.50 m. Dieses Mass bildet den Grundraster für das ganze Gebäude.
  • Das Tragsystem des Stahlskelettbaus ist im Raster von 5.00 m x 5.00 m aufgebaut, die Fassade ist im Mass 1.25 m geteilt.
  • Die Gebäudeabmessung Aussen beträgt 32.50 m x 22.50 m
  • Das Gebäude besteht aus drei Bürogeschossen, Untergeschoss und Dachgeschoss.
  • Die Geschosshöhe beträgt jeweils 3.75 m (OK Boden – OK Boden)
  • Die Höhe der Fassade beträgt 12.50 m (3 x 3.75 m = 11.25 m plus 1.25 m Brüstung)
  • Das Dachgeschoss ist vom Baukörper zurückgesetzt. (pd)
 

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